«Unten durch»: Armut in der Region kennenlernen

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Eine Mitarbeiterin der Caritas erklärt den Teilnehmern, was Armut bedeutet. ZG

«Die Besucher erfahren an fünf Stationen mehr über Armut», erklärt Ruth Treyer. Sie ist Bereichsleiterin Kirchliche Regionale Sozialdienste bei der Caritas Aargau. «Eine Sozialarbeiterin erzählt von ihrer täglichen Arbeit und untermauert das Gesagte mit Zahlen und Fakten; Laienschauspieler geben der Armut ein Gesicht», so Treyer. Die Schauspieler stellen alltägliche Geschichten nach. Gestartet wird am Postplatz, der Rundgang dauert eineinviertel Stunden.

«Die Führung bietet die Möglichkeit, Armut mit ihren Facetten kennenzulernen», so Ruth Treyer. «Es stellt sich die Frage, wie wir als Gesellschaft mit Menschen am Rande umgehen wollen und was es heisst, solidarisch zu sein.» Vermittelt werden unter anderem die Risiken, die zu Armut führen können: Besonders gefährdet sind Familien mit Migrationshintergrund, Familien mit drei und mehr Kindern oder Alleinerziehende. Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Armut und fehlender Bildung. Und: «Kinder stellen die grösste Altersgruppe dar», so Treyer. Zudem erfahren die Besucher von

«unten_durch», warum es Armut in der reichen Schweiz gibt, wer davon betroffen ist und welche Auswirkungen sie hat. «Wir möchten ein Sprachrohr für diejenigen sein, die keine Stimme haben. In der Schweiz reden wir von einer relativen oder versteckten Armut. Sie ist für viele nicht sichtbar», sagt Treyer. «Anders als in Drittweltländern, in denen wir von absoluter Armut reden. Dort haben die Menschen kein Dach über dem Kopf.» 2016 waren 7,5 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung oder rund 615 000 Personen von Einkommensarmut betroffen, darunter 140 000 Erwerbstätige. Kriterien für Armut sind laut Caritas, wenn der Lohn nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bewältigen; Betroffene können sich weder Krankenkasse noch angemessenen Wohnraum leisten, und auch ein Zahnarztbesuch ist unerschwinglich. Ein Drittel der Personen in der Sozialhilfe sind Kinder und Jugendliche. Im Bezirk Zofingen leben 1790 Personen von der Sozialhilfe.

Rundgang in Zofingen – Im August ist der nächste Geplant

Mit einem besonderen Rundgang in Aargauer Städten und Dörfern will das Hilfswerk Caritas Aargau zusammen mit den Kirchlichen Regionalen Sozialdiensten die Auseinandersetzung mit dem Thema Armut fördern. Der Rundgang unten_durch findet in Zofingen am Donnerstag, 14. Juni, um 18.30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Alte Postplatz in Zofingen. Der Rundgang von heute ist bereits ausgebucht. Aber wer interessiert ist, kann sich bei rt@caritas-aargau.ch melden. Im August ist ein weiterer Rundgang in Zofingen geplant.

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